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Lehrgangsbericht: Sensei Shinji AKITA, 5. Dan, in Lorch

Lehrgangsbericht: Sensei Shinji AKITA, 5. Dan, in Lorch

Am Freitag, den 10.10. sowie am Samstag, den 11.10.2014 fand bei milden Herbsttemperaturen ein Karate-Lehrgang mit Sensei Shinji Akita, 5. Dan, in Lorch statt, an dem auch zahlreiche Karatekas des Shotokan-Karate-Dojo Wetzgau teilnahmen, um ihre körperlichen und geistigen Karate-Fähigkeiten zu erweitern und zu vertiefen.

Insgesamt waren rund 80 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Baden-Württemberg in die Kleinstadt im „Herzen des Stauferlandes“ gereist, um dort drei sorgfältig geplante Trainingseinheiten zu absolvieren. Während der Trainingspausen hatte der ausrichtende Verein, das Karate-Dojo Shotokan Lorch, in gewohnter Weise bestens für das leibliche Wohl gesorgt.

Akita-Sensei betonte in seinem methodisch sowie didaktisch hervorragend aufbereiteten Trainingsprogramm insbesondere die Bedeutsamkeit harmonischer Bewegungsabläufe. Wer sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit den Techniken des Karate beschäftigt, weiß, dass diese optisch oftmals einfach erscheinen mögen, in Wirklichkeit aber komplexerer Art sind. Die intensive Auseinandersetzung mit den Grundtechniken des Karate („Kihon“) führt zu einem tieferen Verständnis der Prinzipien der menschlichen Biomechanik. Die Karatekas waren deshalb bei den Bewegungsausführungen permanent gefordert, ganz bewusst auf Gewichts- und Schwerpunktverlagerung, Koordination, korrekten Hüfteinsatz, Stellung, Atmung usw. zu achten, um dergestalt optimale Geschmeidigkeit, größtmögliche Kraftentwicklung sowie konzentrierte Explosionsenergie in ihren Arm- und Beintechniken zu entfalten.

Der Karate-Lehrer Shinji Akita wurde 1965 in Gifu, einer Stadt, die etwa in der Mitte Japans liegt und von Bergen umgeben ist, geboren. Der junge Akita verbrachte viel Zeit in der freien Natur, weswegen er die Natur gerne auch als seinen „Sensei“ bezeichnet. Im Alter von etwa 11 Jahren kam er erstmals mit Karate in Berührung, zuvor hatte er seine ersten Kampfkunsterfahrungen im Judo und Kendo gesammelt (beide Kampfkünste standen damals auf dem Schulstundenplan). Mit 17 Jahren legte Akita die Prüfung zum 1. Dan („Sho-Dan“) ab. Ein Jahr später wechselte er nach Tokio an die Takushoku-Universität, um dort Business Commerce zu studieren. Akita trat dem Takushuku-Karate-Club - der von dem renommierten Professor Shihan Tsuyama höchstpersönlich geleitet wurde - bei. Die nächsten vier Jahre trainierte Akita Tag für Tag drei Stunden Karate, fernerhin standen Stretching sowie Ausdauer- und Konditionsübungen auf dem strengen Ausbildungsplan der berühmten Hochschule. Während seiner Studentenzeit nahm Akita auch an zahlreichen nationalen Meisterschaften teil. 1987, nach Abschluss seines Studiums, ging er direkt nach England, um seine Englischkenntnisse zu verbessern. Alsbald wurde er dort Assistenztrainer von Shihan Masao Kawasoe (heute Träger des 8. Dan). Akita ist inzwischen Chiefinstructor der SKAI, lebt seit einiger Zeit in Deutschland und betreibt seit Ende 2009 sein Dojo „Sakuragaoka“ in Limburg a. d. Lahn.